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Die "Mark" vor 1945

50 Jahre Deutsches Markstück

Originalmünze 500 Reichsmark 1923Seit 1950 ist die Deutsche Mark die Währungseinheit der Bundesrepublik Deutschland. Am 1. Juni 1990 wurde die DM auch in der Deutschen Demokratischen Republik eingeführt. Ursprünglich war die Mark eine nordgermanische Gewichtseinheit, die im Jahre 857 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zahlreiche Währungsreformen in Folge geschichtlicher Ereignisse prägten ihren Verlauf. Über Umwege kann man die Entstehung der ersten deutschen Währung bereits auf die Zeiten des Imperium Romanum zurückführen.

Diese Geschichte führte auch über das Heilige Römische Reich deutscher Nation, bevor sie schließlich in die Währungen der annähernd 300 deutschen Kleinstaaten des 19. Jahrhunderts zerfiel. Mit der Goldwährung, die 1871 mit der Ausrufung des deutschen Kaiserreichs eingeführt wurde, wurde die Mark erstmals zur einheitlichen Münzwährung in Deutschland. Die Abbildung oben links zeigt die Originalmünze 500 Reichsmark 1923. Das Besondere dieser ehemaligen Kursmünze des Deutschen Reichs aus dem Jahr 1923 ist ihr einzigartiges, hohes Nominal von 500 Mark.

Weitere Seiten zum Sammelgebiet DM-Münzen und Deutsche Mark:

Die Mark des Deutschen Kaiserreichs

Mit der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871 und der Einführung der Goldmark wurde zum ersten Mal ein einheitlicher deutscher Währungsraum geschaffen. Die Goldmark schaffte es, die Währungen der einzelnen Fürstentümer abzulösen. Namensgeber für die deutsche Reichswährung waren die Goldreserven des Reiches, die die im Umlauf befindlichen Münzen absicherten (sog. "Reichsgoldwährung"). Das Tagesgeschäft wurde von Münzen dominiert, so dass die im Umlauf befindlichen Banknoten eine eher untergeordnete Rolle spielten. Neben Heller und Pfennigen im Wert von 1 bis 50, umfasste der Bestand zusätzlich Münzen von 1, 2, 3, 5, 10 und 20 Mark. Die Goldmark hatte bezogen auf heutige Verhältnisse circa die sechsfache Kaufkraft. Ab der Jahrhundertwende wurden außerdem die ersten Silber-Gedenkmünzen geprägt. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 führte zur Ablösung der Goldmark. Die Anforderungen des Krieges machten es notwendig, die Bindung der Währung an den Goldstandard aufzuheben, so dass der Realwert der Münzen immer weiter absank. Dies führte schließlich zur Einführung der Papiermark.

Die Rentenmark ab 1923

Um dieser ungebremsten Geldentwertung entgegenzusteuern, wurde am 15. November 1923 schließlich die Rentenmark eingeführt. Die Inflation war sehr weit fortgeschritten, dies bezeugte die Tatsache, dass der Wert der Papiermark mit einer Billion zu einer Rentenmark angesetzt wurde. Der Name der Rentenmark als eine der älteren Währungen Deutschlands beruht auf ihrer Deckung durch die Rentenerträge auf der Grundlage von Grundstücksbeleihungen. Sie bestand bis ins Jahr 1948 fort.

Die Reichsmark ab 1924

Erst im Jahr 1924 waren die katastrophalen wirtschaftlichen Folgen des Ersten Weltkriegs soweit überstanden, dass auch die Goldreserven wieder ausreichten, um eine international anerkannte Währung einzuführen. Im August dieses Jahres wurde die Reichsmark ausgegeben, die sich bis zum großen Crash des Black Thursday und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise als relativ stabil erwies. Die Inflation, als Folge des Börsencrashs von 1929, ging aber auch an der Reichsmark nicht spurlos vorbei. Die Nazis, die nach ihrer Machtübernahme 1933 begannen, ihre größenwahnsinnigen Projekte in die Tat umzusetzen, benötigten gigantische Mengen an Papiergeld und beschleunigten das Problem erheblich. Mit fortgeschrittener Kriegsdauer ab 1943 und den immer schwerer wiegenden Kriegslasten wurde die Reichsmark zusehends destabilisiert und spielte im internationalen Devisenhandel keine nennenswerte Rolle mehr, sie war faktisch nicht mehr eintauschbar.

Die Militärmark ab 1944

Bereits während des Krieges, genauer ab 1944, wurde in den besetzten Teilen Deutschlands die Militärmark durch das US-amerikanische Schatzamt ausgegeben. Parallel zur Reichsmark hatte diese bis 1948 Bestand. Die in Deutschland stationierten US-Soldaten konnten die Militärmark in US-Dollar umtauschen, wovon sie auch überschwänglich Gebrauch machten, so dass das US-Schatzamt am Ende einen Verlust von 530 Millionen US-Dollar durch diese Währungsgeschäfte zu stemmen hatte.

Die deutsche Mark im neuen Ost- und Westdeutschland

Die deutsche Mark (DM) schließlich – die letzte Station währungsgeschichtlicher deutscher Unabhängigkeit - wurde 1948 in der amerikanischen, französischen und britischen Besatzungszone sowie den Westsektoren Berlins eingeführt. Bis in die 70er Jahre hinein war die D-Mark vom US-Dollar, beziehungsweise dessen Goldbindung, gedeckt. In der DDR entwickelte sich parallel die sogenannte Mark der DDR. 1990, nach der Wiedervereinigung Deutschlands, wurde die D-Mark auch in den neuen Bundesländern der ehemaligen DDR eingeführt. Bis zur Einführung des Euro im Jahr 2002 war die D-Mark zumeist stabil, war sie doch in vieler Leute Wahrnehmung eng mit Aufschwung und Wirtschaftswunder verknüpft, verlor aber tatsächlich seit Erstausgabe drei Viertel ihrer Kaufkraft.

 

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