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20 Jahre Mauerfall
 
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Über 1.000 gestaltete überdimensionale "Mauersteine" aus Hartschaumstoff sind entlang der ehemaligen Grenze zwischen Reichstagsufer und Potsdamer Platz in einer sogenannten Dominosteinaktion am 09. November 2009 zu Fall gebracht worden. Den Höhepunkt bildete der Fall der Mauer und das Fest der Freiheit rund um das Brandenburger Tor. Politiker, Zeitzeugen und Gäste aus der ganzen Welt waren zugegen. Unter anderen neben ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow, Lech Walesa und Mohammed Yunus.

Wir, das BAYERISCHE MÜNZKONTOR®, waren als Dominostein-Pate mit dabei. Eine kleine Auswahl an Bildern zu den Feierlichkeiten in Berlin und der Dominostein-Aktion haben wir für Sie in unserer Domino Galerie zusammengestellt. Außerdem hat unser Domino-Team 10 Dominobücher aus Berlin mitgebracht, die wir in unserem Mauerfall-Newsletter vom 13.11.2009 verlost haben. Hier sind die Gewinner:

 
Eduard Chesin, Eisenhüttenstadt
Hermann Völkers, Westoverledingen
Raimund Pietschmann, Linkenheim-Hochstett
Klemens Wegner, Falkensee
Astrid Bille, München
Carin Friedrich, München
Hans-Jürgen Saar, Wiesloch
Horst Renner, Berlin
Denise Potzkai, Aßlar
Günter Zimmer, Leonberg
 

Impressionen zum Fest der Freiheit und der Domino-Aktion
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Hier gehts zur Domino-Galerie ...


Die Domino Aktion

Eine besondere Aktion veranstaltet die Kulturprojekte Berlin GmbH am 9.November 2009 in Berlin: Aus mehr als 1000 übergroßen Dominosteinen soll eine künstliche Mauer entstehen, die dann zu Fall gebracht wird. Firmen, Organisationen oder auch einzelne Personen waren aufgerufen, Paten für einen oder mehrere Dominosteine zu werden. Jugendliche, Schulen und Vereine sollten helfen, die einzelnen Dominosteine kreativ zu gestalten. Am 20. Jahrestag des Mauerfalls werden die gestalteten Dominosteine dann, im Rahmen eines großen Open Air-Konzertes, auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke zwischen Reichstag und Brandenburger Tor in einer Kettenreaktion zu Fall gebracht genau um 19.25 Uhr, dem historischen Zeitpunkt, als Günter Schabowski, hoher SED-Funktionär und Mitglied des Politbüros der ehemaligen DDR, vor 20 Jahren offiziell die Reisefreiheit für die DDR-Bürger verkündete. Ein Riesenspektakel angesichts der Menge der vorhandenen „Mauersteine. Beobachten können Sie die Aktion als Direktübertragung im ZDF – vielleicht entdecken Sie ja unseren Stein.
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Wir sind Pate

Das BAYERISCHE MÜNZKONTOR® beschäftigt sich mit seinen Münzen, Gedenkprägungen und Medaillen sehr intensiv mit dem Thema Mauerfall und hatte sich daher entschlossen, Pate eines Dominosteins zu werden. Es beauftragte einige Auszubildende, sich mit dem Thema Berliner Mauerfall auseinanderzusetzen und den Domino-Stein zu gestalten.
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muenzkontor.deDie Geschichte zum Dominostein des Münzkontors

Die Zeit des geteilten Deutschlands war mitgeprägt von zwei verschiedenen Währungen. Auf der einen Seite der Mauer wurde mit der Deutschen Mark bezahlt, auf der anderen mit der Ost-Mark. Und so erzählt die Geschichte der Währungen des geteilten Volkes auch die Geschichte des Mauerfalls, in dessen Zug die Ost-Mark zunächst von der D-Mark, dann vom Euro abgelöst wurde. Die Auszubildenden des Münzkontors beschäftigen sich mit dem Thema Münzsammlungen und wollten daher gerne auf unserem Stein beide Währungen abbilden – auf der einen Seite eine Collage der Ost-Mark, auf der anderen die Collage der D-Mark. Zur Krönung wollten sie eigentlich oben auf den Mauerstein eine Euro-Münze setzen, die die gemeinsame Zukunft der beiden Währungen beschreibt, aber dies ließ sich leider nicht umsetzen. Die Azubis fanden, daß mit ihrem Beitrag diese wichtige Facette der deutschen Einheit, die mit dem Mauerfall begann – angemessen in die Aktion eingebunden wird.


muenzkontor.deDas Dominostein-Team des BAYERISCHEN MÜNZKONTORS®

Frau Tanja Saalmüller (Projektbegleitung und Organisation), Frau Manuela Homann (Leitung Projekt-Ideen und -Gestaltung), Herr Nils-André Zeimer (Ideen-Umsetzung) und Frau Julia Orth (Texte).


Gedenkprägungen rund um den Berliner Mauerfall

Unsere Münzen und Gedenkprägungen sind bewegende Zeitzeugen der Deutschen Geschichte: Von unverwechselbaren Unikaten mit „Original Berliner Mauerstein”, bis hin zu Wechselprägungen, Original DDR-Münzen oder Gedenkmünzen in Gold, finden Sie alles zur Deutschen Geschichte rund um den Mauerfall und der Deutschen Einheit.
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Die Geschichte des Berliner Mauerfalls

Es begann im Frühjahr 1961. Die wirtschaftliche Lage der jungen DDR verschlechterte sich rapide, monatlich flüchteten zehntausende Menschen aus dem „Arbeiter- und Bauernstaat”. Um diesem Exodus entgegenzuwirken, beschlossen die Staatsoberhäupter der DDR, die Grenzen zur Bundesrepublik endgültig zu schließen. Am frühen Morgen des 13. August 1961 wurde in Berlin entlang der sowjetischen Sektorengrenze eine Mauer aus Hohlblocksteinen gesetzt und im Laufe der Jahre immer stärker ausgebaut. Ein breiterTodesstreifen mit Stacheldraht, Panzerfallen und Selbstschussanlagen entlang der ganzen innerdeutschen Grenze, trennte die beiden deutschen Nationen. Bereits 1964 wurden erste Abkommen über den Besuch der Verwandten zwischen Ost und West beschlossen. 1972 kam es zu einer Einigung durch das Transit-Abkommen, die Besuche wurden reglementiert und Westberliner durften den Ostteil der Stadt besuchen.

Die Berliner Mauer jedoch schien zu einem festen Bestandteil beider Staaten geworden zu sein.

Letztendlich führten mehrere Kriterien dennoch zu ihrem Fall: Zum einen die immer drängender werdende Forderung der DDR-Bevölkerung nach Reisefreiheit, sowie die seit kurzem praktizierte massive „Republikflucht” großer Bevölkerungsteile der DDR, die durch die russische „Perestroika” ermöglicht wurde. Die Menschen reisten über die durchlässig gewordenen Grenzen Ungarns und der Tschechoslowakei in die Bundesrepublik Deutschland. Angesichts dieser Umstände beschloß das Zentralkomitee der SED in einer Tagung am 7. November 1989 eine Regelung für die uneingeschränkte Ausreise. Schlecht informiert antwortete SED-Mitglied Günter Schabowski in einer Pressekonferenz am 9.November 1989 auf die Frage eines Reporters zum neuen Reisegesetz,  dass eine Regelung getroffen wurde,die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenz-übergangspunkte der DDR auszureisen und dass diese Regelung ab sofort gilt.

Die„Flut” brach los …
Tausende Ost-Berliner zogen zu den Grenzübergängen und verlangten dort die sofortige Öffnung der Grenze. Um 21:20 Uhr wurde es den ersten Ostdeutschen erlaubt, nach West-Berlin auszureisen. Gegen 23:30 Uhr ließ die Regierung dann vollständig alle Übergänge öffnen und in den nächsten 45 Minuten gelangten schätzungsweise 20.000 Menschen nach West-Berlin. Der größte Ansturm aber setzte erst am Vormittag des 10. November 1989 ein. Einige Zeit nach Bekanntgabe der Öffnung der Grenze unterbrach der Bundestag in Bonn seine laufende Sitzung, und Kanzleramtminister Rudolf Seiters gab eine Erklärung der Bundesregierung ab – welche von Vertretern aller Fraktionen begrüßt wurde. Im Anschluss daran sangen die anwesenden Abgeordneten die Nationalhymne.

Am 1. Juli 1990 wurde die Bewachung der Mauer komplett eingestellt und der offizielle Abriss begann. Übrig blieben lediglich sechs Abschnitte, die als Mahnmal erhalten werden sollten. Bemalte Mauersegmente mit künstlerischen Motiven finden sich heute anverschiedensten Orten der Welt, ob in den USA, in Japan oder in den Vatikanischen Gärten.




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