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20 Jahre Deutsche Einheit am 3. Oktober 2010 – die Geschichte

Es begann im Frühjahr 1961 …
Die wirtschaftliche Lage der jungen DDR verschlechterte sich rapide, monatlich flüchteten zehntausende Menschen aus dem „Arbeiter- und Bauernstaat”. Um diesem Exodus entgegen zu wirken, beschlossen die Staatsoberhäupter der DDR, die Grenzen zur Bundesrepublik endgültig zu schließen. Am frühen Morgen des 13. August 1961 wurde in Berlin entlang der sowjetischen Sektorengrenze eine Mauer aus Hohlblocksteinen gesetzt und im Laufe der Jahre immer stärker ausgebaut.

Ein breiter Todesstreifen mit Stacheldraht, Panzerfallen und Selbstschussanlagen entlang der ganzen innerdeutschen Grenze trennte die beiden deutschen Nationen. Bereits 1964 wurden erste Abkommen über den Besuch der Verwandten zwischen Ost und West beschlossen. 1972 kam es zu einer Einigung durch das Transit-Abkommen, die Besuche wurden reglementiert und Westberliner durften den Ostteil der Stadt besuchen.
Die Berliner Mauer jedoch schien zu einem festen Bestandteil beider Staaten geworden zu sein.

Ein Missverständnis führt zur Öffnung der Grenzen
Letztendlich führten mehrere Kriterien zum Fall der DDR: die immer drängender werdende Forderung der DDR-Bevölkerung nach Reisefreiheit, sowie die seit kurzem praktizierte massive „Republikflucht” großer Bevölkerungsteile der DDR, die durch die russische „Perestroika” ermöglicht wurde. Die Menschen reisten über die durchlässig gewordenen Grenzen Ungarns und der Tschechoslowakei in die Bundesrepublik Deutschland. Angesichts dieser Umstände beschloss das Zentralkomitee der SED in einer Tagung am 7. November 1989 eine Regelung für die uneingeschränkte Ausreise. Schlecht informiert antwortete SED-Mitglied Günter Schabowski in einer Pressekonferenz am 9. November 1989 auf die Frage eines Reporters zum neuen Reisegesetz, dass eine Regelung getroffen wurde, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen und dass diese Regelung ab sofort gilt.

Die „Flut” brach los …
Tausende Ost-Berliner zogen zu den Grenzübergängen und verlangten dort die sofortige Öffnung der Grenze. Um 21:20 Uhr wurde es den ersten Ostdeutschen erlaubt, nach West-Berlin auszureisen. Gegen 23:30 Uhr ließ die Regierung dann alle Übergänge öffnen und in den nächsten 45 Minuten gelangten schätzungsweise 20.000 Menschen nach West-Berlin. Der größte Ansturm aber setzte erst am Vormittag des 10. November 1989 ein. Einige Zeit nach Bekanntgabe der Öffnung der Grenze unterbrach der Bundestag in Bonn seine laufende Sitzung. Kanzleramtminister Rudolf Seiters gab eine Erklärung der Bundesregierung ab, welche von den Vertretern aller Fraktionen begrüßt wurde. Im Anschluss daran sangen die anwesenden Abgeordneten die Nationalhymne.

Der politische Weg zur Wiedervereinigung
Die Entwicklung zur Wiedervereinigung vollzog sich im Eilschritt.

Am 18. März 1990 wählten die Bürger der noch existierenden DDR in erstmals freien Wahlen eine Volkskammer, welche die Wiedervereinigung vorbereiten sollte.
Die BRD und DDR unterzeichneten am 18. Mai 1990 den Vertrag über die Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion. Um Punkt Null Uhr des 1. Juli 1990 wurde die D-Mark die einzige und gemeinsame Währung von Deutschland in Ost und West.

Noch während die beiden deutschen Staaten über den Einigungsvertrag verhandelten, beschloss die Volkskammer der DDR am 23. August 1990 den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland.

Bereits im Februar 1990 gab Generalsekretär Gorbatschow Bundeskanzler Helmut Kohl in Moskau die Zusicherung, dass die Einheit eine alleinige Entscheidung des Deutschen Volkes sei. Nach viermonatigen Beratungen unterzeichnen am 12. September 1990 die Außenminister der USA, der Sowjetunion, Großbritanniens und Frankreichs den Zwei-plus-Vier-Vertrag. Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs gewährten damit Deutschland (Ost und West) die volle Souveränität. Der Weg zur Wiedervereinigung war jetzt frei.

Der 3. Oktober 1990 war der Tag der offiziellen Vereinigung der beiden Teile Deutschlands und wurde mit einem großen Festakt mit internationalen Gästen am Brandenburger Tor in Berlin feierlich begangen. Die Deutsche Demokratische Republik hörte auf, als Staat zu existieren. Der Tag der deutschen Einheit ist seitdem ein gesetzlicher Feiertag. Am 2. Dezember 1990 wählten die Deutschen die Zusammensetzung des Bundestags, das erste gesamtdeutsche Parlament seit Ende des 2. Weltkriegs im Jahr 1945.


Gedenkprägungen rund um den Berliner Mauerfall

Unsere Münzen und Gedenkprägungen sind bewegende Zeitzeugen der Deutschen Geschichte: Von unverwechselbaren Unikaten mit „Original Berliner Mauerstein”, bis hin zu Wechselprägungen, Original DDR-Münzen oder Gedenkmünzen in Gold, finden Sie alles zur Deutschen Geschichte rund um den Mauerfall und der Deutschen Einheit.
muenzkontor.de


20 Jahre Mauerfall

muenzkontor.de

Über 1.000 gestaltete überdimensionale „Mauersteine” aus Hartschaumstoff sind entlang der ehemaligen Grenze zwischen Reichstagsufer und Potsdamer Platz in einer sogenannten Dominosteinaktion am 09. November 2009 zu Fall gebracht worden. Den Höhepunkt bildete der Fall der Mauer und das Fest der Freiheit rund um das Brandenburger Tor. Politiker, Zeitzeugen und Gäste aus der ganzen Welt waren zugegen. Unter anderen neben ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow, Lech Walesa und Mohammed Yunus.

Wir, das BAYERISCHE MÜNZKONTOR®, waren als Dominostein-Pate mit dabei. Eine kleine Auswahl an Bildern zu den Feierlichkeiten in Berlin und der Dominostein-Aktion haben wir für Sie in unserer Domino Galerie zusammengestellt.

Impressionen zum Fest der Freiheit und der Domino-Aktion
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Hier gehts zur Domino-Galerie ...

Die Domino Aktion

Eine besondere Aktion veranstaltet die Kulturprojekte Berlin GmbH am 9.November 2009 in Berlin: Aus mehr als 1000 übergroßen Dominosteinen soll eine künstliche Mauer entstehen, die dann zu Fall gebracht wird. Firmen, Organisationen oder auch einzelne Personen waren aufgerufen, Paten für einen oder mehrere Dominosteine zu werden. Jugendliche, Schulen und Vereine sollten helfen, die einzelnen Dominosteine kreativ zu gestalten. Am 20. Jahrestag des Mauerfalls werden die gestalteten Dominosteine dann, im Rahmen eines großen Open Air-Konzertes, auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke zwischen Reichstag und Brandenburger Tor in einer Kettenreaktion zu Fall gebracht genau um 19.25 Uhr, dem historischen Zeitpunkt, als Günter Schabowski, hoher SED-Funktionär und Mitglied des Politbüros der ehemaligen DDR, vor 20 Jahren offiziell die Reisefreiheit für die  DDR-Bürger verkündete. Ein Riesenspektakel angesichts der Menge der vorhandenen „Mauersteine. Beobachten können Sie die Aktion als Direktübertragung im ZDF – vielleicht entdecken Sie ja unseren Stein.
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muenzkontor.deWir sind Pate

Das BAYERISCHE MÜNZKONTOR® beschäftigt sich mit seinen Münzen, Gedenkprägungen und Medaillen sehr intensiv mit dem Thema Mauerfall und hatte sich daher entschlossen, Pate eines Dominosteins zu werden. Es beauftragte einige Auszubildende, sich mit dem Thema Berliner Mauerfall auseinanderzusetzen und den Domino-Stein zu gestalten.

Die Geschichte zum Dominostein des Münzkontors

Die Zeit des geteilten Deutschlands war mitgeprägt von zwei verschiedenen Währungen. Auf der einen Seite der Mauer wurde mit der Deutschen Mark bezahlt, auf der anderen mit der Ost-Mark. Und so erzählt die Geschichte der Währungen des geteilten Volkes auch die Geschichte des Mauerfalls, in dessen Zug die Ost-Mark zunächst von der D-Mark, dann vom Euro abgelöst wurde. Die Auszubildenden des Münzkontors beschäftigen sich mit dem Thema Münzsammlungen und wollten daher gerne auf unserem Stein beide Währungen abbilden – auf der einen Seite eine Collage der Ost-Mark, auf der anderen die Collage der D-Mark. Zur Krönung wollten sie eigentlich oben auf den Mauerstein eine Euro-Münze setzen, die die gemeinsame Zukunft der beiden Währungen beschreibt, aber dies ließ sich leider nicht umsetzen. Die Azubis fanden, daß mit ihrem Beitrag diese wichtige Facette der deutschen Einheit, die mit dem Mauerfall begann – angemessen in die Aktion eingebunden wird.
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muenzkontor.deDas Dominostein-Team des
BAYERISCHEN MÜNZKONTORS®


Frau Tanja Saalmüller (Projektbegleitung und Organisation), Frau Manuela Homann (Leitung Projekt-Ideen und -Gestaltung), Herr Nils-André Zeimer (Ideen-Umsetzung) und Frau Julia Orth (Texte).




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